Wohnen ist ein Grundbedürfnis!

Wohnen wird immer teurer – die Wohnkosten von Studierenden betragen im Schnitt 440€ monatlich. Viele von uns wenden weit mehr als 50% der Gesamtausgaben für die Miete auf. Gleichzeitig mangelt es an sozialem Wohnbau und leistbaren Studierendenheimen. Dieser Umstand macht die Lebenssituation, vor allem für Studierende aus ArbeiterInnenfamilien, ungleich schwieriger: Je teurer die Miete, desto mehr muss dafür neben dem Studium gearbeitet werden und umso langsamer der Studienfortschritt.

Sozialer Wohnbau findet in den vergangenen Jahrzehnten kaum mehr statt. Diese Verknappung führt dazu, dass staatlich geförderter Wohnbau kaum mehr für Studierende verfügbar ist. Sozialer und geförderter Wohnbau sind oft nur Studierenden zugänglich, die bereits mehrere Jahre mit Hauptwohnsitz an ihrem Studienort gemeldet sind. Doch leider wartet man oft selbst als WienerIn jahrelang auf eine passende Gemeindewohnungen mit leistbaren Mieten. Der Studienbeihilfe zufolge ist es Studierenden, die an ihrem Studienort leben, außerdem zuzumuten bis zum Ende ihres Studiums bei den Eltern zu wohnen. Vielen Studierenden von außerhalb ist der soziale Wohnbau verwehrt, weshalb sie trotz schlechtem Einkommen, mit unzureichender staatlicher Unterstützung dem privaten Wohnungsmarkt und seinen explodierenden Preisen ausgeliefert sind. Teure Maklergebühren, Kautionen in der Höhe mehrerer Monatsmieten und ständig steigende Mietpreise machen eine eigene Wohnung für die meisten unerschwinglich. Während es für Studierende kaum genügend Wohnraum gibt, stehen unzählige Wohnungen leer und dienen als reine Spekulationsobjekte für deren Eigentümer.

Ähnlich ist die Situation in den Studierendenheimen: Wie Schwammerl sprießen Luxusheime, mit Mieten bis zu 1000 Euro aus dem Boden, leistbare Studierendenheime sind hingegen Mangelware. Schuld daran ist die Abschaffung der staatlichen Heimförderung, wodurch Studierendenheime nicht mehr gemeinnützig agieren müssen und so ihren eigentlichen Zweck als günstigen Wohnraum für Studierende verlieren. Heime die billiger sind als ein WG-Zimmer, sind hart umkämpft und oft sanierungsbedürftig.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis, für das auch der Staat Sorge tragen sollte. Mit der UG-Novelle erhöht die Regierung weiter den Druck auf uns Studierende und fordert schneller mit dem Studium fertig zu werden, gleichzeitig sind wir gezwungen neben dem Studium arbeiten zu gehen, um uns irgendwie unsere Miete leisten zu können.

Deshalb fordern wir:

– Mietzinsobergrenze und Wohnbeihilfe für Studierende!

– Abschaffung der Maklerprovision!

– Ausbau des sozialen Wohnbaus und von Studierendenheimen – Leistbarer Wohnraum für alle!

– Wiedereinführung der staatlichen Heimförderung!

– Kein Spekulieren mit unseren Grundbedürfnissen – Verstaatlichung von leerstehendem Wohnraum!