David Dushman. Dieser Mann hat im Januar 1945 als Angehöriger der Roten Armee im Alter von 21 Jahren am Steuer eines »T-34«-Panzers den Stacheldrahtzaun des Vernichtungslagers Auschwitz zerstört und damit die Befreiung der Gefangenen eingeleitet. Am 4. Juni starb der Rotarmist im Alter von 98 Jahren in München. Er war der letzte der Auschwitz-Befreier.

Zeit seines langen Lebens wurde David Dushman nicht müde, als Zeitzeuge der Verbrechen des Faschismus den nachkommenden Generationen zu erzählen, was er erlebt hatte – denn Faschismus dürfe es nirgendwo auf der Welt geben. Die antifaschistische Bewegung sei stark, betonte er erst kürzlich in einem Interview, und sie sei auch weiterhin notwendig: »Ich bin sehr alt, aber wenn nötig würde ich mich auch heute noch in einen Panzer setzen.«

Die Willensstärke von David Dushman, der seine antifaschistische Gesinnung niemals aufgab, soll uns ein Vorbild sein. Den historischen Leistungen von RotarmistInnen wie ihm zu gedenken heißt heute auch, sie vor den geschichtsrevisionistischen Ambitionen der Herrschenden zu verteidigen. Wenn es das EU-Parlament wie im September 2019 wagt, den Kommunismus mit dem Nazismus gleichzusetzen, ist es unsere Aufgabe, unsere Stimme gegen ihre Lügen zu erheben: Nein, diejenigen, die wie David Dushman die Tore von Auschwitz geöffnet haben, waren nicht gleich denen, die Auschwitz gebaut haben! »Jeder Mensch, der die Freiheit liebt, hat der Roten Armee mehr zu verdanken, als er jemals in seinem Leben bezahlen könnte.« (E. Hemingway) ✊🚩

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